Leseranlage von Werner L. aus F. – update

Leseranlage von Werner L. aus F. (Update April 2014)

– Ergänzung und Veränderungen zu meiner Leseranlage vom 22.04.2008 –

Hallo an alle Gleichgesinnten, seit 2008 haben sich einige kleine und feine Veränderungen in meiner Anlage ergeben, die ich hier gerne präsentieren möchte. Es ist für mich immer wieder interessant, zu sehen und zu lesen, was für Komponenten in anderen Hörräumen (Wohnzimmern) den Ton angeben. Dank image hifi ist das möglich, echt Klasse diese Idee, auch das Heft ist eines der Besseren am Markt. Macht weiter so! Es ist vielleicht die schönste Nebensache der Welt, oder die zweitschönste, wie man’s nimmt…

Bei mir hat alles so ungefähr anno 1971 mit dem Kassettenrecorder SL-51 von ITT Schaub-Lorenz, den ich zu Weihnachten geschenkt bekam, angefangen. Später habe ich gleich zweimal die Erfahrung machen müssen, wie wichtig ein seriöser Händler ist: Da wurden mir von so genannten „Fachhändlern“ Komponenten verkauft, die in keinster Weise zusammenpassten, ganz zu schweigen von dem vielen Geld, das ich damals in den Sand setzte. Aber man lernt ja daraus. Und seit 1999 habe ich einen Händler, mit dessen Hilfe ich meine Anlage Stück für Stück zu dem machte, was sie heute ist – sowohl klanglich als auch optisch! Zudem steht sie in einer Wohnung, in der nicht geraucht wird und es auch keine Haustiere.

Ich fange einfach mal bei meinem Plattenspieler an, und zwar einem richtig guten Klassiker, wie man ihn nicht mehr so häufig sieht: Der Thorens TD-126 Mk3 mit Vakuum-Ansaugung der LP funktioniert immer noch tadellos. (Original Kaufbeleg vom 16.09.1983 noch vorhanden!) Die Kunststoffbodenplatte habe ich gegen eine selbstgefertigte aus Multiplex-Holz ausgetauscht und schwarz lackiert. Das Netzteil habe ich in ein separates Gehäuse ausgelagert; durch diese Klangoptimierung gewann das Klangbild an Dynamik, Ruhe und Musikalität – es hat sich also gelohnt. Dabei lege ich großen Wert darauf, dass die Komponente nicht „verbastelt“ wird. Montiert ist ein Tonarm SME 3009 Series 3 in Gold, daran läuft ein 2011 gekauftes Benz Ruby. Den Tonabnehmer baue ich selbst ein, da ich die dafür notwendigen Erfahrungen und Hilfsmittel besitze. Das Kästchen auf der Rückseite habe ich entfernt und stattdessen ein Tonarmkabel van den Hul, das Hybrid 502 direkt an den dafür vorgesehen Anschluss gelötet, um unnötige Steckkontakte umgehen zu können. Das Tonabnehmersignal wird von einer Pro-Ject Tube Box Mk2 aufbereitet und ebenfalls vom Tonarmkabel van den Hul Hybrid 502 an den Vollverstärker Electrocompaniet ECI 5 MK 2 weitergeleitet. Die Kombination mit dem CD-Player aus gleichem Haus geht eine perfekte Synergie ein, ein kraftvolles, dynamisches, losgelöstes Klanggeschehen, ein klangliches Hörerlebnis, das mich immer wieder aufs neue fasziniert. Ich hätte nie gedacht,  dass eine solche klangliche Steigerung zu meinem „alten“ Vollverstärker Marantz PM 14 MK 2 KI möglich wäre. HMS-Lautsprecherkabel Gran Finale leiten das Signal an die Schallwandler Dynaudio Contour 1.4, und Via Blue B Subwooferkabel an den Sub 250. Alle Komponenten sind phasenrichtig angeschlossen – eine Klangoptimierung, die nichts kostet und sehr viel bringt und dennoch hin und wieder nicht beachtet wird!

Das Ganze hat einen unheimlichen Spaßfaktor, ich glaube, mehr muss ich dazu nicht sagen! Was noch fehlt, den meisten anderen vielleicht auch, ist ein speziell für die Anlage optimierter Hörraum. Da die meisten Anlagen im heimischen Wohnzimmer stehen, ist so etwas nicht immer leicht zu realisieren, aber ich kann ganz auch gut ohne diese Optimierung leben. Mit folgenden Komponenten kann ich beruhigt in Rente gehen:
•    CD-Spieler: Electrocompaniet EMC-1 UP (2013: Update neue(s) Wandlerplatine und Laufwerk sowie Modifikationen an
der Analogplatine, kann ich jedem Besitzer eines EMC-1 wärmstens empfehlen!)
•    Tuner: Revox B-160
•    Kassettendeck: Revox B-215
•    Bandmaschine: Revox B-77 (Digitales Zählwerk nachgerüstet)
•    Netzleiste: HMS Energia
•    Netzkabel: HMS und Groneberg
•    Netzsteckdose: HMS
•    Netzfilter: tk-audio GF 1 – 20
•    NF-Kabel: HMS Duetto, Cardas Quadlink Five, Via Blue B >Subwoofer, Oehlbach NF 214 Master
•    Kopfhörer: Beyerdynamic T 90 Tesla, ausschlaggebend für die Anschaffung war die Besprechung in image hifi
Ausgabe Nr. 110
•    Kopfhörerverstärker: Corda Jazz (Geheimtipp) von J. Meier
•    Systemfernbedienung: Logitech Harmony One (individuell programmierbar für 16 Geräte)
•    Zubehör: Bedini Clarifier, Dual Tonabnehmer Prüfmikroskop, Technics Tonarmwaage SH 50 P 1, Tonarmschablone
Schön Typ 1, Last Formula 5, Nadelreiniger Audio Technica AT 607
Bei einer Gebäudesanierung im Jahre 2010 habe ich mir extra eine eigene Stromversorgung für die Anlage legen lassen, die im Elektroverteiler über eine Schmelzsicherung abgesichert  ist.

Rack: Creaktive Audio, Ausführung Ahorn – wie ich meine, eine der schönsten Arten, um Komponenten unterzubringen, vor allem brauche ich keinen Kniefall zu machen, um die Geräte zu bedienen. Das Tonband steht auf einem selbstgebauten Tisch. In den Schrankelementen sind LPs und diverses Zubehör untergebracht.
Anmerkung zum Revox-Kassettendeck und zur Bandmaschine: Es überrascht mich immer wieder aufs Neue, zu welchen klanglichen Fähigkeiten diese Komponenten, vor allem die gute alte Kompaktkassette – das Tonband sowieso – imstande sind. Das ist noch richtig gute Technik! Wenn ich da an den ganzen Plastikmüll und die so genannten „Brüllwürfel“ denke, die man mit dem kleinen Finger heben kann …
P.S.: Ich höre unter anderem: James Last, Bert Kämpfert, Kai Warner, Udo Jürgens, Abba, Schürzenjäger, Bergfeuer, Milva, Deutsche Schlager, Volksmusik, Int. Hits (auch Singles drehen sich hin und wieder auf dem Thorens), u. ä., Internationale Künstler wie Dire Straits, M. Jackson, Elton John, Fleetwood Mac, Simon & Garfunkel u. ä. Außer mir hören noch meine Mutter und mein Bruder mit der Anlage.

 

matterhornmoritz@web.de -> Falls jemand Fragen hat, beantworte ich diese gerne!

Mit freundlichen Grüßen
Werner L. aus F.